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Das Schiffsgrab

Treten Sie ein in die Dunkelheit und erleben Sie das einzige Wikingerschiffsgrab in Dänemark.

Was die Erde verbarg...

Hauptattraktion des Wikingermuseums Ladby ist das Wikingerschiffsgrab – auch Ladby-Schiff genannt. Es wurde 1935 zusammen mit elf kleineren Gräbern entdeckt, die verschiedene Grabbeigaben enthielten. Archäologische Untersuchungen haben ergeben, dass das Wikingerschiff um das Jahr 925 n. Chr. an Land gezogen und der tote König zusammen mit seinen Pferden, Hunden und anderen Kostbarkeiten in dem Schiff in einem Hügel begraben wurde.

Wenn man den Grabhügel betritt und von der Dunkelheit umschlossen wird, spürt man sofort die besondere Stimmung, die das Grab des Ladby-Königs prägt. Sobald sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, zeichnet sich die Form und Konstruktion des prächtigen Grabschiffes mit über 2.000 Nägeln und Spiekern hervor.

Knapp 22 m lang und fast 3 m breit ist das Schiff. Es wurde für 30-32 Ruderer gebaut und war mit einem Segel ausgestattet. Von Segel und Mast ist nichts erhalten, doch sieben Wantenringe ungefähr mittschiffs entlang der vermuteten Reling zeugen davon, dass es ein Segel hatte. Die Größe des Segels wird auf 60 m2 geschätzt.

Der Vordersteven hatte die Form eines Drachenkopfes mit einer Lockenmähne aus Eisen, der Achtersteven die eines krummen Drachenschwanzes. Der äußerst gut erhaltene Anker mit zugehöriger Kette sowie Reste des Tauwerks liegen im Vordersteven. An Bord befinden sich außerdem Reste der Pferde und Hunde, die den König auf seiner letzten Reise begleiteten.

udgravning

Gefunden

1935

Begraben

925

Gattung

Langschiff

Pferdeskelette

11

Nägel

2000

Grabbeigaben

Im Schiffsgrab fand man diverse Opferbeigaben und Besitztümer. Am markantesten sind die Pferde- und Hundeknochen im Vordersteven des Schiffes. Es handelt sich um insgesamt elf Pferde- und vermutlich vier bis fünf Hundeskelette. Die Pferde erinnern an unsere heutigen Islandpferde. Eines von ihnen sticht durch sein Geschirr heraus. Untersuchungen von Zähnen und Knochen deuten darauf hin, dass die Hunde unterschiedlich groß waren.

Es wurden über 600 Gegenstände bzw. Fragmente von Gegenständen im Schiffsgrab gefunden. Zu den markantesten gehören eine silberne Gürtelschnalle, Stücke eines Silbertellers, eine Bronzeschale, Beschläge und ein Bronze-Verbindungsstück einer Hundeleine mit Vergoldung sowie Fragmente des vornehmen Gewandes des Toten u. a. mit eingenähten Goldfäden. Weitere Gegenstände sind Sporen und Steigbügel, ein Schildbuckel, eine Axt und ein Bündel von 45 Pfeilspitzen.

Ladbykongen